Die koreanische Kampfsportart Hapkido ist noch relativ jung in Viernheim. 
Erst nachdem Gerhard Strahl, einer der Trainer der Abteilung Taekwondo des Stemm- und Ringclubs Viernheim, diese Kampfsportart zusätzlich erlernt hatte, hierin die Prüfung zum schwarzen Gürtel ablegte und die Trainer- und Prüferlizenzen erhielt, wurde Hapkido quasi als Unterabteilung der Abteilung Taekwondo etabliert. "Wir haben derzeit zwar noch wenige, dafür aber sehr motivierte Sportler, die diesen Kampfsport erlernen," so Strahl.
Im Gegensatz zu Taekwondo wird weitaus mehr Wert auf schnelle, effektive und harte Selbstverteidigung gelegt. "Während man in Taekwondo den Angreifer überwiegend erstmal zu sichern versucht, ist er nach einer Hapkido-Abwehr körperlich schon nicht mehr intakt," umschreibt Strahl den Hauptunterschied beider Kampfsportarten. Hierzu werden hauptsächlich sehr schmerzhafte Hebel, Würfe und Nervendruckpunkte eingesetzt.
Nach Ablauf der vorgeschriebenen Vorbereitungszeit war es für zwei Viernheimer Hapkidoin wieder soweit, zur Prüfung antreten zu dürfen. Stephan Herbert und Johannes Schnitzler ließen sich zum grünen Gürtel (7. Kup) prüfen. Hierfür mußten beide ein gewaltiges Pensum absolvieren. Zu zeigen waren rund 120 Selbstverteidigungstechniken aus Schlägen, Hebeln und Würfen, freie Abwehr gegen einen sowie gleichzeitig gegen zwei Angreifer und Freikampf ebenfalls gegen einen sowie gleichzeitig gegen zwei Angreifer.
Herbert und Schnitzler absolvierten dieses Programm nahezu perfekt, so daß sie nach einer schmerzhaften schweißtreibenden Prüfungsstunde ihre Urkunden in Empfang nehmen durften. Wir gratulieren. |